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KULT VereinT

Vielfalt erleben, gemeinsam gestalten, sichtbar machen!

Fokusaspekte eines beteiligungsorientierten Kulturvorhabens im Kreis Soest

  • Netzwerkarbeit
  • Onlineauftritt
  • Kulturelle Bildung
  • Kulturmanagement

Meilensteine des Projektes könnten sein

  • Aufbau von themenspezifischen Netzwerken mit diversem und integrativem sowie partizipativem Hintergrund (nach Kultursparten, nach Themen, nach Projekten etc.)
  • Aufbau einer divers profilierten Kulturregion Kreis Soest- Kulturmarketing
    – Gesamtkonzept für Kulturelle Bildung
    – Aufbau eines Kulturmanagements Kreis Soest
    – Aufbau einer Kulturakademie für den Kreis Soest

Der Kreis Soest besteht grob aus drei Regionen: entlang der gleichnamigen alten Handelsstraße mit den beiden größten Städten Soest und Lippstadt sowie die landwirtschaftlich fruchtbare Soester Börde, mit Orten wie Geseke, Erwitte oder Anröchte, die durch Steinbrüche und Zementwerke industriegeschichtlich geprägt sind, sowie im Norden das waldreiche Tor ins Sauerland mit den Gemeinden Rüthen und Warstein, die wie das übrige Sauerland auch mit einer reichen Industrievergangenheit aufwarten können.

Kulturpolitisch sind die Regionen in verschiedenen Organisationsstrukturen wie der Hellwegregion, Südwestfalen und dem Sauerlandtourismus verankert. Trotz ihrer kulturellen Vielfalt wird die Region Kreis Soest oft übersehen. Es ist an der Zeit, die Kulturregion Kreis Soest zu etablieren, bekannt zu machen und gemeinsam zu entwickeln, wobei wir großen Wert auf einen niederschwelligen Zugang legen. Die Region umfasst mit den Kommunen Anröchte, Bad Sassendorf, Ense, Erwitte, Geseke, Lippetal, Lippstadt, Möhnesee, Rüthen, Soest, Warstein, Werl und Wickede (Ruhr) eine stark frequentierte Zuwanderungsregion. Es ist von besonderer Bedeutung, den interkulturellen Dialog zu fördern und Aspekte wie Teilhabe-Gerechtigkeit, Inklusion und Diversität in den Mittelpunkt zu stellen.

Im Rahmen von „INTERKultur im Kreis Soest” ist es entscheidend, Expertise und Erfahrung unter dem Leitgedanken „Kultur als Querschnittsaufgabe” zu bündeln. Neben der kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Konzeption, Organisation und
Koordination der Kulturregion Kreis Soest liegt der Fokus auf der Förderung des erweiterten Kulturbegriffs als Bildung. Dabei werden finanzielle, personelle und materielle Ressourcen effizient genutzt, um Rahmenbedingungen für kulturelle Aktivitäten zu schaffen, die Kultur, Demokratie und Bildung fördern. Angesichts von Generationswechseln und Umbrüchen liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Qualifizierung von Personal und Ehrenamtlichen für die Umsetzungsphase. Eine jährliche Kulturkonferenz für alle Altersgruppen könnte als Ausgangspunkt dienen, um bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung im Kreis Soest zu stärken.

Im Kreis Soest fehlt eine klare Identität, besonders im kulturellen Bereich, trotz einer Vielzahl bewährter und innovativer Ansätze. Als stark frequentierte Zuwanderungsregion müssen wir uns gezielt mit Diversität und INTERKultur auseinandersetzen, diese explizit berücksichtigen und dem Kreis Soest eine neue Wertstellung als Heimat verleihen. Aufgrund einer steigenden Einsamkeitsquote sind identitätsstiftende Maßnahmen und Orte notwendig, um diesem entgegenzuwirken. Wir benötigen demokratische Orte, die aktive Teilnahme und Mitgestaltung ermöglichen. Die kulturpolitische Entwicklung des Kreises Soest ist uns besonders wichtig. Wir sehen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Herangehensweise in den Bereichen kulturelle Bildung, Demokratiearbeit und Identifikationsförderung. Dabei sollten wir die “eigene” Region und unterschiedliche Herkünfte differenziert betrachten, um gemeinsam mit allen Beteiligten die Zukunft zu gestalten. Es ist entscheidend, verschiedene Intentionen, Ideen und Grundgedanken zu implementieren, um den dynamischen Prozess lebendig zu halten und flexibel auf aktuelle Geschehnisse, Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Unser Ziel ist eine gut sichtbare, vernetzte kulturelle Daseinsvorsorge im gesamten Kreis Soest, insbesondere hinsichtlich fehlender Identität, tradiertem Kulturerleben, Diversifizierung, demografischem Wandel und Demokratieabbau.

Angedacht sind zwei unterschiedliche Formate einer Kulturkonferenz. Zum einen eine KulturAgora zum Thema Mensch. Raum. Kultur. sowie eine KinderKulturkonferenz von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche. Ferner gilt es, eine Beteiligungsplattform zu kreieren, die sowohl online, als auch vor Ort nutzbar und anwendbar ist. Eine besondere Rolle spielt neben der Implementierung von Kindern und Jugendlichen, die Integration Geflüchteter und zugereister Personen, die u.a. über Trägerorganisationen, wie die Malteser gGmbH etc. mit involviert werden. Ferner läuft derzeit ein Antrag des Kulturhauses Alter Schlachthof Soest, sich als Dritter Ort zu entwickeln und diesen gemeinsam auf- und auszubauen. Es geht darum, einen gemeinsamen Ort zu schaffen, sowohl als eigenständiges Format als auch für Veranstaltungen, Zusammenarbeit und Treffpunkte, um unter anderem der Einsamkeit entgegenzuwirken. Zusätzlich zur Nutzung des Schlachthofs könnte im benachbarten leerstehenden Jugendherbergsgebäude eine lokale Kulturakademie entstehen.


Videoprojekt: Dokumentation alter und zukunftsweisender Tätigkeiten wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Aufbau eines kreisweiten Museums für Lebensgeschichten in Zusammenarbeit mit Heimatmuseen, digital zugänglich für Schulen. Multigenerative Interviews über Demokratie und INTERKultur zwischen Großeltern und Enkeln. Einbindung von Jugendlichen durch mobile und stationäre Technologien für Ausstellungsgestaltung und Motivation.